Dienstag, 4. Juli 2017

Lemon Summer

Titel: Lemon Summer
Autor: Kody Keplinger
Verlag: cbj
Seiten: 352

Inhalt:

Die Liebe findet dich, wo du auch steckst

Seit ihre Eltern geschieden sind, verbringt Whitley die Sommerferien bei ihrem Dad. Doch was für sie sonst die beste Zeit des Jahres war, entpuppt sich diesmal als reinster Albtraum. Denn ihr Dad – Überraschung! – hat eine neue Verlobte. Und die hat einen Sohn. Der sich ausgerechnet als Whitleys One-Night-Stand entpuppt. Weil Gefühle aber so gar nicht ihr Ding sind, lenkt Whitley sich ab: Party bis zum Umfallen. Dabei übersieht sie fast die guten Dinge direkt vor ihrer Nase. Wie den Jungen, dem wirklich etwas an ihr liegt ...
Meine Meinung:
Mit Whitley konnte ich am Anfang nicht viel anfangen. Sie wirkte auf mich sehr kindisch und verantwortungslos. Ich meine, wer gibt schon einer 13-jährigen Tequila und schleppt sie mit auf eine Party? Mit der Zeit merkt man, dass hinter ihrem Verhalten viel mehr steckt. Sie sucht vergeblich nach Aufmerksamkeit. Während der Sommerferien lernt sie sich besser kennen und gegen Ende war sie mir sogar ganz sympathisch.

Nathan, auch Nate genannt, lernt man als ruhig und etwas spießig kennen. Später wird er als Nerd und Sportskanone abgestempelt. Nach und nach lernt man auch andere Seiten von ihm kennen. Nathan ist sehr gefühlvoll und ist vor allem immer für seine Familie da.  


Whitleys Dad war mir von Beginn an unsympathisch und ich konnte sein Verhalten absolut nicht nachvollziehen.

Die anderen Nebencharaktere – Sylvia, Bailey und Harrison – waren sehr sympathisch. Ich hätte mir noch ein bisschen mehr Background zu Sylvia gewünscht, da es hier immer mal wieder Anzeichen gab.
Generell waren alle Charaktere sehr gut ausgearbeitet und vielschichtig.

Der Schreibstil von Kody Keplinger ist sehr leicht zu verstehen. Die Geschichte wird aus Whitleys Sicht geschrieben, was mich teilweise etwas gestört hat. Manchmal hätte ich gerne die Gefühle von Nathan mitbekommen.

Ansonsten ist das Buch sehr gefühlvoll und humorvoll geschrieben, sodass ich teilweise richtig mit Whitley mitgefiebert habe.

Dem Klappentext zu urteilen, erwartet man eine lockere Sommergeschichte. Auf den ersten Seiten verwirft man diesen Gedanken aber sofort, denn es geht um so viel mehr: Cybermobbing und Alkoholmissbrauch. Außerdem bin ich froh, dass diese Stiefgeschwisterliebe nicht so in den Vordergrund gestellt wurde.  fünf
Vielen Dank an den cbj-Verlag für das Rezensionsexemplar.

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